Neues Thema starten

Differenzen bei DB-Recovery zu TSE-Speicher

Hallo zusammen,


vielleicht habe ich ja nur einen Denkfehler, aber für folgende Problematik finde ich keine wirkliche Lösung. Mich würde daher Eure Meinung dazu interessieren?


Konkret geht es um folgende Problematik:

Was passiert in dem Fall eines Defektes der Datenbank (z.B. durch Hardwareschaden, Feuer, etc.) wenn die Kassendatenbank aus einem Backup wiederhergestellt werden muss.
Nehmen wir an, es wird das Backup des Vortages wiederhergestellt.

Hier passen nun die Transaktionsnummern des TSE und seine letzte Buchungen nicht zum Stand der Datenbank.
Der TSE-Speicher besitzt hier einige Buchungen mehr, die aufgrund des DB-Recoverys in der Kasse verloren gegangen sind.
Andererseits lassen sich die Buchungen allein auf Basis des TSE-Speichers nicht vollständig wiederherstellen.

Kann irgendeine Art an Dokumentation diese Differenzen heilen, so dass
Die buchhalterischen Pflichten gegenüber den Finanzbehörden dennoch gewahrt sind?

Hintergrund:

Die Problematik ist, dass das TSE je Bon (vereinfacht gesagt) nur Summen je Steuersatz übermittelt bekommt und auch nur diese selbst exportiert.

Diese Daten reichen jedoch in keinster Form beispielsweise für einen DSFINV-K Export der ebenfalls vom Finanzamt gefordert wird.
Letzterer kann nur anhand der gesamten Kassendatenbank (angereichert um die TSE-Informationen) erstellt werden.
Die Behörde würde also wahrscheinlich den TSE-Speicherexport mit dem aktuellen DSFINV-K Export vergleichen.

Aus Sicht des Amtes fehlen nun einige Transaktionsnummern (und damit Umsatz), da der TSE-Chip schon weiter ist, als die Datenbank.
Diese Lück kann der Speicher des TSE nun gerade nicht schließen.

Hier stellt sich also die Frage, wie mit dieser Situation verfahren werden kann ohne das der Eindruck eines Steuerbetrugs entsteht?
Kann solch eine Situation eventuell durch spezielle Dokumentationen geheilt werden?

Vielleicht habe ich ja einen Denkfehler, oder Ihr eine Idee! ;-=)


Gruß,

Martin

1 Kommentar

Hallo Martin,


m.E. ist das kein Problem der TSE.
Auch ohne die TSE muß ich doch dem FA erklären, warum ich Bons ausgereicht habe, für die es nun keine Aufzeichnungen mehr gibt.

Daran ändert auch die TSE nichts. Im Gegenteil, ich habe jetzt über die TSE die Möglichkeit, mir wenigstens die Umsätze und die Steuersätze zu besorgen, was mir ansonsten überhaupt nicht möglich wäre.


Natürlich werden beim Tar-Export der TSE einige Transaktionen ausgegeben, die ich in der Kasse nicht habe, ich bekomme dann eben entweder Lücken im DSFinV-K-Export, oder ich fülle diese mit den Daten, soweit bekannt.

Dagegen hilft nur (zwinker):
- die Festplatte spiegeln
- kein Windows nutzen, eine "ordentliche" Datenbank verwenden
- Umsatzdaten der Bons in Echtzeit (online) protokollieren

Viele Grüße

U. Kleinert


Anmelden oder Registrieren um einen Kommentar zu veröffentlichen