Verkaufsartikel sind in Amadeus360 auch gleichzeitig Rezepturen. Haben sie das Amadeus360 Kassenmodul (bzw. Amadeus II als Kassensystem), dann stellen die Verkaufsartikel auch gleichzeitig die Artikel dar, die Sie über Ihre Kasse verkaufen können. 

Wie im Bereich der Warenwirtschaft üblich können Sie einen Artikel per Checkbox markieren und dann bearbeiten oder Archivieren (blaue Markierung). Über das "+" - Symbol oben rechts können Sie neue Artikel hinzufügen (grüne Markierung). Bei den Verkaufsartikeln gibt es auch die Möglichkeit, mehrere Artikel auf einmal zu bearbeiten, um zum Beispiel schnell die Druckerzuordnung eines Artikels ändern zu können. Markieren Sie dazu einfach mehrere Artikel und klicken danach auf das Stift-Symbol. 

Öffnen Sie eine Artikel zum Bearbeiten oder erstellen einen neuen, so kommen Sie zu dieser Eingabemaske: 

Auf dem ersten Reiter haben finden Sie alle Stammdaten des Artikels: 

  • Aktiv: Ist dieser Artikel in der Artikelliste zu sehen, oder ist er im Archiv.
  • Artikelnummer: Dieser sollte, sobald Sie einmal vergeben ist, nicht mehr überschrieben werden. 
  • Artikelname: Auch dieser sollte, wenn einmal vergeben und somit einer Artikelnummer zugeordnet möglichst nicht mehr verändert werden. 
  • Farbe: Die Farbe des Buttons dieses Artikels auf der Kassenoberfläche
  • MEC-Code: Jeder Artikel muss in einem MEC-Code zugeordnet sein. MEC-Codes (und MEC-Code-Gruppen) spiegeln die Einteilung der Artikel auf der Kassenoberfläche wieder. 
  • Feinsparte: Jeder Artikel muss in einer Feinsparte sein, und damit in einer Sparte und einer Hauptsparte. Diese zweite Hierarchie (neben den MEC-Codes/MEC-Code-Gruppen) kann zu Auswertungszwecken genutzt werden. SIe hat keine Auswirkung auf die Kassenoberfläche. 
  • Finanzweg: Dieser ist bei den meisten Artikeln 1, also boniert. Dies bedeutet, dass der Artikel, wenn er boniert wird, in den Umsatz fließt. 
  • Bezeichnung 1 - 5: Hier können abweichende Bezeichnungen des Artikels hinterlegt werden, die anschließend z.B. auf der Rechnung oder dem Bestellbon genutzt werden sollen. 
  • Beschreibung 1- 5: Hier können abweichende Beschreibungen des Artikels hinterlegt werden, die anschließend z.B. auf der Rechnung oder dem Bestellbon genutzt werden sollen. 
  • Artikelfunktion: 
    • Haupartikel: Ein "ganz normaler" Artikel, der verkauft wird. 
    • Tender: Eine Artikel, der nur nach einem Hauptartikel boniert werden kann und eine Ergänzung zum letzten Hauptartikel darstellt. Zum Beispiel wären dies die Pommes zum Schnitzel, welche einen Euro aufpreis kosten. 
    • Menüzusammenstellung: Menüzusammenstellung sind Zusammenstellungen von Artikeln, die entweder direkt ein Bundel darstellen oder aber auch eine ganze Gangfolge definieren. 
    • Information: Ebenfalls ein Artikel, der dem Hauptartikel folgt. In diesem Fall enthält dieser Informationen wie "medium" oder auch ein handschriftliches Fax. 
  • Sortierung: Soll dieser Artikel immer in einen bestimmten Gang gebucht werden, so kann man dies hier einstellen. 
  • Preisebene: Wenn dieser Artikel grundsätzlich in einer anderen Preisebene gebucht werden soll, ist dies die entsprechende Einstellung. 
  • Weitere MECs: Hier können beliebig viele weitere MEC-Codes ausgewählt werden. Der Artikel wird im Kassensystem dann auch in diesen MEC-Codes dargestellt. 
  • Splitten immer erlaubt: Dieser Artikel darf gesplittet werden, auch wenn das Splitten diesem Kellner grundsätzlich nicht erlaubt ist. Ein Beispiel hierfür wären die Brezen in Bayrischen Biergärten, welche der Kellner in 10er Pakete kauft und dann immer auf den Tisch splittet, wo sie verkauft wurden. 
  • Minus-Preis: Der Artikel darf einen negativen Preis erhalten. 
  • Minus-Preis bei Tender erlaubt: Dieser Artikel darf als Tender mit negativem Vorzeichen boniert werden. 
  • Artikel gesperrt: Dieser Artikel kann nicht boniert werden.
  • Mengenkontrolle: Die verbleibende Menge dieses Artikels soll kontrolliert werden. 
  • Aktuell verfügbare Menge: Die aktuell im Lager befindliche Menge dieses Artikels, also wie oft kann der Artikel noch verkauft werden. 
  • Benachrichtigungsmenge: Ab dieser Menge wird der Kellner darauf hingewiesen, dass nur noch X Artikel verfügbar sind.
  • Standardmenge verwenden: Die Verfügbare Menge wird nach einem Tagesabschluss wieder auf die Standardmenge gesetzt
  • Standardmenge nach Tagesabschluss: Die Menge, auf die die verfügbare Menge nach dem Tagesabschluss gesetzt werden soll. 
  • Anzeigename: Eine abweichende Bezeichnung für die Anzeige auf dem Button des Kassensystems. 
  • Anzeigenummer: Anhand dieser Nummer werden die Buttons der Artikel in der Oberfläche sortiert. 
  • Anleitung: Hier kann eine Zubereitungsanleitung des Artikels hinterlegt werden und anschließend z.B. auf den Bon gedruckt werden. 


Preise hinzufügen

Für den Verkauf der Artikel über das Kassensystem sowie für die Kalkulation des Wareneinsatzes muss Amadeus360 wissen, zu welchem Preis Sie die Artikel verkaufen möchten. Hier kommt das erste mal einiges an Logik aus dem Kassensystem dazu. Ein sogenanntes Preisobjekt ist immer an eine Verkaufsstelle (also wo in Ihrem Betrieb möchten Sie diesen Artikel zu diesem Preis verkaufen) und an ein Angebot (z.B. gibt es im Saal vielleicht andere Artikel als im Restaurant) gebunden. Haben Sie Verkaufsstellen und Angebote konfiguriert, können Sie beim Artikel auf der rechten Seite ein solches Preisobjekt hinzufügen:

Wählen Sie die Kombination aus, die Sie für diesen Artikel benötigen und klicken Sie auf das grüne "+". 


Sie finden daraufhin beim Artikel einen neuen Reiter, hier im Beispiel haben wir uns für "Gesamtbetrieb - Standardangebot" entschieden. 

Die einzelnen Felder im Detail: 

  • Preisobjekt aktiv in dieser Verkaufsstelle und Angebot angezeigt werden. 
  • Preise: in der Box finden Sie eine Zeile für die Preise pro Preislevel (Wie Preislevel gepflegt werden, finden Sie hier: ). In unserem Beispiel sind dies "Standardpreis", "Wiesn Preis" und "Abendpreis". Für jedes Preislevel können Sie einen Preis eingeben. Die Spalten "DB" (Deckungsbeitrag) und "WE" (Wareneinsatz) werden von Amadeus360 danach automatisch berechnet. Das Feld DD-Mapping kommt nur zum Zuge, wenn Sie eine elektronische Schankanlage oder Kaffeemaschine mit dem Kassensystem verbunden haben. In diesem Fall können Sie hier eine abweichende Artikelnummer für jede Preisebene eintragen. Ist z.B. die Größe des Colas bei Ihnen über eine Preisebene geregelt (der Artikel heißt "Cola" und die Preisebenen "Groß" und "klein", dann können Sie über das DD-Mapping, obwohl in der Kasse Identische Artikelnummern, unterschiedliche Artikelnummern an die Schankanlage schicken. 
  • Preis pro Einheit: Hier können Sie Gewichtsartikel hinterlegen, also z.B. den Preis pro Kilo
  • Fixierter Preis: Definiert einen Preis, der nicht durch Preisebenen oder ähnliches geändert werden kann. 
  • Steuer 1 - 3: Hier können Sie bis zu drei Steuersätze hinterlegen. In der Regel ist Steuersatz 1 19%, Steuersatz 2 7% (Für Speisen außer Haus). 
  • Bon 1-5: Hier können Sie die Druckersteuerung für diesen Artikel vornehmen. Mehr dazu erfahren Sie unter Druckersteuerung
  • Menübon: Ist der Artiekl eine Menüzusammenstellung, kann hier noch eine weitere Konfiguration für den Ausdruck vorgenommen werden. 
  • Zubereitungszeit Bonsteuerung: Wie lange dauert es, bis der Artikel zubereitete ist. Aus diesem Wert kann Amadeus360 den idealen Druckzeitpunkt ermitteln
  • Zubereitungszeit Conrtolling: Welche Zubereitungszeit soll für die Ressourcenplanung in der Küche genutzt werden
  • Bonverzögerung: Eine feste Verzögerung beim Drucken des Bestellbons. 
  • Schankfunktion: 
    • Keine Funktion: Keine Schankanlage für diesen Artikel relevant oder keine Schankanlage angeschlossen. 
    • Weicher Schankkredit: Kellner können auch ohne Kredit an der Schankanlage zapfen. 
    • Strenger Kredit: Kellner können nicht ohne Kredit zapfen
    • Weicher Kredit mit Schankkellner: Ein definierter Schankkellner kann auch ohne Kredit zapfen
    • Strenger Kredit mit Schankkellner: Ein definierter Schankkellner kann nur mit Kredit zapfen. 
  • Schankanlage: 
    • Systemeinstellung: Schankanlage wird aus dem Betriebsprofil übernommen.
    • Virtuelle Schank:
  • Schankkellner: Hier kann für die beiden Schankkellner-Modi ein Schankkellner ausgewählt werden. 
  • Provisionsfrei: Dieser Artikel wird bei der Umsatzprovision der Kellner nicht berücksichtigt.
  • Rabattfähig: Dieser Artikel kann rabattiert werden
  • Offener Preis: Dieser Artikel ermöglicht die Eingabe eines Preises durch den Kellner
  • Gewichtsartikel: Dieser Artikel wird z.B. pro X Gramm abgerechnet
  • Fax: Dieser Artikel kann ein handschriftliches Fax enthalten.
  • Stornogrund: Wird dieser Artikel storniert, muss ein Stornogrund angegeben werden. 
  • Tender anzeigen: Wird dieser Artikel boniert werden automatisch alle möglichen Tender angezeigt
  • Druckerverzögerung aktiv: Die eingestellte Druckverzögerung soll angewandt werden. 
  • Tender: Dieser Artikel können als Tender für diesen Hauptartikel boniert werden.
  • Tender aus MEC-Codes: Alle Artikel aus diesen Meccodes können als Tender boniert erden.
  • Tender Ausschließen: Diese Artikel können nicht als Tender boniert werden.
  • Verkettete Artikel: Diese Artikel werden automatisch mitboniert, wenn dieser Artikel boniert wird. 


Rezepturen verwalten

Auf dem zweiten Reiter können Rezepturen verwaltet werden. Voraussetzung für das anlegen und kalkulieren von Rezepturen sind gepflegte Einkaufsartikel, Lieferanten und Preise der Lieferanten in den Einkaufsartikel. 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können auf dem Reiter "Rezeptur" die Rezepturen gepflegt werden. Dabei kann für jeden Einkaufsartikel sowohl die Anzahl und Einheit für die Kalkulation angegeben werden als auch die Anzahl und Einheit, welche im Bar-/Küchenbuch gedruckt werden soll. Der Preis für jede Zutat wird automatisch aus den Warenpreisen berechnet. Wird eine Zutat als optional markiert, wird diese nur dann für die Berechnung des Wareneinsatzes herangezogen, wenn ein entsprechender Tender zu diesem Hauptartikel boniert wurde. 

Unter der Rezpetur kann noch der Zubereitungsverlust in Prozent eingetragen werden. Dieser wird ebenfalls für die Berechnung des Wareneinsatzes herangezogen. 

Möchte man sich das Eingeben der Rezeptur ersparen und dennoch einen theoretischen Wareneinsatz ausrechnen können, so kann man den "fixierten Wareneinsatz" in Form des Netto-Waren-Wertes eingeben. ISt dieser Wert gepflegt, wird er statt der Rezeptur zur Berechnung herangezogen. 

Ist entweder die Rezeptur oder der Fixe Wareneinsatz ausgefüllt wird direkt darunter der Deckungsbeitrag und der Wareneinsatz ausgerechnet - Sofern Verkaufspreise erfasst sind.


Rezeptur - Eigenschaften

Zu einer Rezeptur gehört viel mehr als nur die Zutaten. Dafür haben wir einen eigenen Reiter reserviert, die Rezeptureigenschaften: 

  • Alkohol: Wichtig für die Abgabe an unter 18 Jährige: Enthält das Rezept Alkohol
  • Grundprodukt: Ist ein Rezept als Grundprodukt definiert, so kann es in anderen Rezepten als Zutant eingesetzt werden.
  • Direktverkauf: Dieser Artikel wird 1:1 verkauft wie er eingekauft wurde. Zum Beispiel bei Flaschenware der Fall
  • Kartenstatus: Dieser Artikel ist in der aktuellen Speisekarte ausgewiesen
  • Rezepttest: Soll dieses Rezept im Rezepttest für die Mitarbeiter abgefragt werden?
  • Druckoption: Wie soll der Artikel im Rezeptbuch gedruckt werden?
  • Glas/Teller 1-3: Auf welchen Tellern/in welchen Gläsern wird der Artikel angerichtet
  • Eis: Kommt Eis zum Artikel dazu? Eis wird in der Kalkulation berücksichtigt
  • Deko 1-4: Welche Deko-Elemente werden zum Anrichten genutzt. Deko-Elemente werden in der Kalkulation berücksichtigt.